Reisevorbereitungen kurz vor Start

Auf geht´s! Die letzten Vorbereitungen sind zu erledigen – Maut buchen, die grobe Route steht, die Unterlagen für die Tiere und uns liegen bereit. In ein paar Tagen starten wir den Motor in Richtung Serbien. Unsere Reise soll uns über Montenegro nach Albanien führen.

Serbien – Heimat im Herzen

Nach ein paar entspannten Kilometern durch Tschechien, die Slowakei und Ungarn standen wir vor der Grenze nach Serbien. Leider war der Stau aus Serbien nach Ungarn so groß, dass wir uns nicht mit einem Freund, der auf der Rückreise aus Bulgarien war treffen konnten. Am Wochenende über die Grenze zu fahren war keine gute Idee. Das merken wir uns für die nächsten Male.

Der Grenzübertritt war dieses Mal völlig entspannt und unser nächstes Ziel hieß Camp Dunav. Ein kleiner Abstecher, eine Straße zu spät abgebogen, weil das Navi nicht optimal arbeitete, führte uns zu netten Menschen die am Auto schraubten. „Ich habe mal in Deutschland gearbeitet“ – wurden wir freundlich empfangen. Mit den wenigen Deutschkenntnissen und viel Freundlichkeit wurden wir auf den richtigen Weg geschickt.

Als wir beim Camp Dunav ankamen, ging ich zielstrebig und aufgeregt zur Anmeldung. Ich hoffte Jelena wiederzusehen. Eine nette junge Frau, die mir im letzten Jahr Nachrichten übersetzt hat und meine Geschichte, warum ich in Serbien war, kannte.

„Dobro vecer, Jelena. Hallo!“ Ja, sie hatte Dienst und die Freude des Wiedersehens war auf beiden Seiten groß. Wie alte Freunde standen wir zusammen und erzählten uns vom eigenen Leben und zeigten Bilder. Es fühlte sich für mich an wie nach Hause zu kommen. Es war ein schönes Gefühl. Nach der Nacht in Belgrad starten wir Richtung Zlatibor. Das Wetter war nicht so gnädig mit uns. Nebel und schlechte Sicht ließ uns eine Nacht in Zlatibor verbringen. Da unsere Toilette nicht mehr dicht war und auf der Box Wasser stand, wollten wir den Stopp zur Reparatur nutzen. Auf dem Campingplatz liefen mir zwei freundliche und hilfsbereite Rumänen übern Weg. Als ich nach einem Geschäft für Campingartikel fragte, kamen sie mit einer neuen Dichtung in den Händen, um uns zu helfen. So fummelten zwei Fremde Männer an unserer Toilette und wir hatten nun Hoffnung unseren Urlaub fortsetzen zu können.

Ankunft in Albanien – Urlaub

Eine einsame Straße führte uns nach Montenegro. An der Grenze ging es zügig weiter. Auf der anderen Seite sah es weniger gut aus. In Montenegro erwartete uns eine neue und gut ausgebaute Autobahn, so dass wir ohne größeren Stopp durchrollten. Die nächste Grenze brachte uns unserem Ziel ALBANIEN ein Stück näher. Das Wetter wurde besser und auf der Anfahrt zum Lake Shkodra war ein Oh.. und Ah… zu hören. Albanien begrüßte uns mit einem Regenbogen übern dem Shkodra-See. Die Erfahrungen des letzten Jahres ließen uns einen Campingplatz anfahren. Auf dem Balkan kann man wunderbar frei stehen und auch sehr schöne Plätze finden. Für mich ist es nur in den Orten schwierig. Die Straßenhunde und die Dorfstrukturen bzw. Infrastruktur ist nicht mit Deutschland zu vergleich. Oft gibt es eine Straße durch den Ort wo sich die Häuser mit Abstand aneinander reihen. Es gibt kaum ein Sportplatz, Einkaufmarkt oder ähnliches wie wir es in Deutschland finden. Die erste Nacht in Albanien wollte ich sicher und entspannt schlafen.

Nach einem schönen Sonnenuntergang, einer ruhiger Nacht am Lake Shkodra fuhren wir wieder ein paar Kilometer Richtung Montenegro, um in die albanischen Alpen zu entdecken. Der Norden ist bekannt für seine Berge und das traditionelle Leben der albanischen Bevölkerung.

Erst einmal durften wir uns an den Verkehr gewöhnen. Das war nicht nur der Fahrstil der Albaner, die engen Straßen und das Vieh, was die Straßen nutze wie vor Jahrhunderten.

Beeindruckt vom Gebirge in der Cem-Schlucht im Norden verbrachten wir die Nacht sehr entspannt und ruhig. Das sollte sich während unserem gemütlichen Frühstück ändern. Wir hörten Geschrei. Wir sahen uns um und entdeckten eine Frau im Fels, die ihre Tiere in die Berge trieb. Gespannt und gebannt beobachteten wir das Treiben, mit etwas Angst um die Frau und ihre Tiere. Nach der Aufregung am Morgen fuhren wir weiter Richtung Kosovo in ein Gebiet wo die Bevölkerung noch nach dem Kanun lebt. Der Gegend wo die Ehre der Familie und die Blutrache noch lebendig ist wie im Mittelalter. Für mich der Moment wo ich sehr froh war, dass ich mit dem Geschenk der Geburt in Deutschland aufwachsen durfte. Vermosh wo auch Albanien für uns zu Ende ist, empfing uns freundlich und tierisch.

Die zweite alpine Straße führt uns spektakulär nach Theth – enge Straße, Kurve an Kurve und das alles mit Gegenverkehr. Erst ging es auf 1700 m Höhe, um auf der anderen Seite im Tal bei 750 m anzukommen.

Freistehen in den Bergen, am Fluss … dafür sind wir auch nach Albanien gekommen. Wir genießen die Natur und die Ruhr. Ein Nachmittag ist nur der Beobachtung eines Ziegenhirten gewidmet, der völlig im Einklang mit den Tieren seine Meter zurücklegte, ohne Hatz. Das ist für mich die Erkenntnis durch Albanien. Es geht auch heute noch mit der Natur in Ruhe. An einigen Stellen zeigt sich ein anderes und modernes Bild. In der Nähe der Städte wird gebaut und es wir einheitlich europäisch gemacht. Die Straßen und der Asphalt wir tief ins Gestein getrieben und reicht bis nach Theth.

Die Straße Richtung Koman-Stausee erinnert an den Norden Europas. Ähnlich wie die Fjorde schneidet sich das Wasser ins Land. Nach gut 2 Wochen haben wir genug von den Bergen bzw. den Kurven und fahren Richtung Strand und Meer. In der high risk zone finden wir einen wunderschönen Strand, um das Meeresrauschen zu genießen.

Nach 14 Tagen entschieden wir uns in Richtung Heimat zu bewegen. Ende August war es kaum auszuhalten. Es war viel zu heiß. Wir fuhren heimwärts über Nordmazedonien und machen einen Stopp am Ohridsee. Hier haben wir uns noch auf ein Experiment eingelassen. Belushka und Koran haben wir bestellt. Lachs vom Ohridsee und Ohrid-Forelle vom Grill – lassen wir uns überraschen.

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