Warum gleich wieder Albanien?

Was uns am Balkan fasziniert ist kaum in Worte zu fassen. Es ist die Mischung aus Moderne und Ursprünglichkeit, Meer und Berge, die Freundlichkeit der Menschen die uns auf unseren Reisen begegneten. Auch ist es das Wissen wie schnell sich ein Land verändern kann. Genau das haben wir bereits auf unseren Reisen gesehen. Überall wird gebaut – ob neue Straßen oder Häuser. Deshalb war unsere Entscheidung schnell gefallen.

Wir wollen das ursprüngliche und authentische Albanien erleben.

In diesem Jahr wollten wir nicht bis zum Sommer warten und erkundeten das Land bereits im Frühsommer.

Die Autobahn war frei und wir schafften unser Tagesziel – Prag mit Leichtigkeit. Am nächsten Tag wurden wir durch Stau bis Ungarn ausgebremst. Das konnte unsere Vorfreude nicht dämpfen.

Die Maut war bereits von zu Hause gekauft und die ersten Übernachtungsplätze waren schon fest eingeplant. Belgrad und Camp Plum in Zentralserbien waren uns vertraute Plätze.

Nach 3 Nächten sind wir am Ohrid-See und an unserem Urlaubziel Albanien angekommen. Nun konnten wir einen Gang zurückschalten.

Mit den Erfahrungen der letzten Jahre im Gepäck wurde ich auch entspannter was die Platzsuche anging. Ich wußte irgendwo ist unser Platz für diese Nacht.

Ohrid-See

Als wir kurz nach Himmelfahrt, um den 20. Mai am Ohridsee ankamen, wurden wir mit bewölkten Himmel und Temperaturen zwischen 18-20 °C begrüßt. Die Temperaturen stiegen Tag für Tag und mit jeden Kilometer mit dem wir weiter südlich fuhren. Unser Route führte uns über Korça, Erseke bis Leskovik wo wir uns entscheiden mußten – SH75 oder SH65. Unsere Entscheidung fiel auf SH65. Nahe der griechischen Grenze entdeckten wir die Theramalquellen von Benjë.

Fasziniert vom Bad in den warmen schwefelhaltigen Quellen und diesen traumhaften Blick auf die Berge blieben wir hier zwei Nächte. In der Nähe von Petran konnten wir bei noch bedeckten Himmel in warmen schwefelhaltigen Quellen baden. Ein Traum von Kulisse – ein warmes Bad genießend mit Blick auf die Schnee bedeckten Gipfel in der Ferne.

Der Platz war gut gefüllt und das Treiben der Einheimischen – Bau der Toiletten und Kassenhäuschen war im vollen Gange. Die Zeit des Freistehens scheint auch hier begrenzt zu sein und bald nicht mehr möglich. Somit fühlten wir uns hier mit unserer Entscheidung richtig und wohl.

osmanische Steinbogenbrücke Ura e Katiut

Hinter jeder Kurve entdeckten wir ein neues Oh und Ah. Abends wußten wir oft nicht mehr was wir alles gesehen und erlebt haben. Beeindruckt von den vielen Erlebnissen in der Natur und mit den freundlichen Menschen, konnten wir schnell die Zeit und den Tag vergessen. So soll Urlaub sein – ein Traum.

So entdeckten wir auf dem Weg in den Süden die Thermalquellen von Benja.

Nach ein paar Nächten treibt es uns weiter. Wir wollen unseren südlichsten Punkt der Reise nicht aufgeben und brechen nach Saranda und Ksamil auf. Wir wollten das Meer sehen und einen Blick nach Korfu werfen. Ende Mai war hier die Saison noch nicht eröffnet. So zogen wir, auch etwas vertrieben von den streunenden Hunden, weiter.

Llogara Pass

Vorbei an Himara entdeckten wir den Llogara Pass, der uns Richtung Norden Richtung Vlora führte. Mit oh und ah entdeckten wir in der Ferne eine Straße in den Bergen. Bis wir erkannten, es ist die Straße über den Pass und wir müssen da hoch, dauerte es ein wenig. Links der Blick zur Adria und rechts beeindruckende Berge mit bis zu über 1000 m Höhe.

Osum-Canyon

Auf Höhe Vlora führte unser Weg ein Stück ins Land. Hier durften wir entdecken was die Natur für Kraft hat und welch Landschaft durch das Wasser geprägt wird. Solch Bilder habe ich bisher nur von Amerika-Reisenden gesehen. Dieses wow-Erlebnis finden wir mitten in Europa. Wir schlängelten uns einige Kilometern am Osum entlang und standen plötzlich am Ende der Straße. Der Asphalt hörte auf und eine Schotterpiste führte ins nächste Dorf.

Unser Rückweg führte uns durch Berat – die Stadt der tausend Fenster. Eine sehenswerte Stadt im Süden Albaniens mit kleine Bars und Cafes.

So entdeckten wir einige schöne Orte in Albanien und einige Plätze wieder. So den Strand um Durres. Leider war die Buckelpiste nicht so nett mit unserem Wassertank. Der nahm auf dieser Strecke Schaden. Wir entschieden, schneller als geplant, nach Shkodra zu fahren. Hier wussten wir, dass es Werkstätten und eine schönen Platz für uns gibt.

Nach einigen Nächten am Lake Shkodra und der Reparatur unseres abgerissenen Wassertanks ging unsere Reise langsam zu Ende. Wir verabschiedeten uns von Albanien mit dem Wissen, das Land nicht mehr so wiederzusehen.

Faleminderit – vielen Dank Albanien

Die Perle der Adria

Montenegro wird auch die Perle der Adria genannt. Wir sollten sehr schnell erfahren warum. Kaffeepause bei herrlichen Wetter und traumhaften Ausblick auf die Adria – sollte später im Fotobuch stehen.

Eine alte Burg zog unsere Aufmerksamkeit an und nicht nur unsere. An diesem Abend wurde mir so richtig bewusst, was mich am Camping fasziniert. Du kommst mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt, die du im Alltag nie treffen würdest.

Andrea erzählte von einem Bericht aus dem TV und dem südlichsten Fjord Europas, den sie gern sehen möchte. Mh…. was sie wohl meint. Nach kurzer Recherche war klar – KOTOR, die Stadt an der Adria – die Perle an der Adria. Nach einem Spaziergang durch Kotor und kurze Besichtigung am Vormittag verließen wir die Stadt über den Panoramaweg 3.

Die teilweise sehr enge Straße ist nicht für schwache Nerven und dicke Fahrzeuge. Am Ende flüchteten wir über die Fähre.

Die EU hat uns wieder. Von Montenegro nach Kroatien. Wir haben einen schönen Platz im Olivenhain in der Nähe von Ston gefunden. Ston kannten wir bereits von unserer Reise 2016 nach Kroatien. Hier ist die längste Festungsmauer in Europa zu entdecken. Nach etwas Erholung geht es weiter Richtung Split. Die Brücke in Kroatien ist fertig gebaut und erspart uns die zwei Grenzübergänge außerhalb der EU nach Bosnien Herzegowina und zurück.

In Dalmatien angekommen, fuhren wir den bekannten Campingplatz in Split an. Nach einer lauten Nacht starteten wir den Motor. Noch eine Nacht sollten wir in Kroatien verbringen. Wir fanden einen wunderschönen kleinen Campingplatz. Leider war der Tunnel für unser Womo zu klein, so dass wir außerhalb stehen blieben. Gut durchgeschüttelt durch die Bora wachten wir am nächsten Morgen auf und fanden uns einige Stunden später in Österreich wieder.

Unser Fazit: Der Balkan ist eine Reise wert. Für uns besonders in der Nebensaison.

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